Das Herz ist ein Muskel

Der Poesie Blog

Zuhause ist da, wo man vermisst wird, wenn man fort geht.

irgendein Buch

verwirrt

Gehemmt. Sonst wippe ich ständig mit den Füßen.

Jetzt bin ich wie gelähmt.

Warum versuche ich immer beim Küssen,

mir einzubilden, dass ich fühlen würde, was ich mir einbilde was man dabei fühlen sollte?

Lunge gestopft mit Zunge. Ist das erotisch? Oder mehr exotisch?

Verliebtsein ist vorpubertärem Teenagerverhalten vorenthalten.

Liebe kommt mit der Zeit.

Kribbeln wird überbewertet. Und überhaupt:

Schmetterlinge gehören nicht in den Bauch.

Aber Ameisen in meinem rasenden Herzen verwirren mein Weltbild.

Juckreiz in meinen Wackelpuddingbeinen erzittert mein Schutzschild. 

Ob es irgendwann ab fällt?

Samy Deluxe - Eines Tages

Oh ja, ich war schon arm 
Und war schon reich 
Dachte alles ändert sich 
Das meiste blieb gleich 
Ich wollte das Spotlight 
Und wollte den Fame 
Dann hat ich ihn und wünschte 
Mich würd keiner erkenn’ 
Ich war schon oben 
Und war schon unten 
Hab überall mein Glück gesucht 
Und nirgens gefunden 
Und hab gelernt 
Egal was ich hab, es ist nie das, was ich will 
Nie das, nie das….doch

[Hook] 
Eines Tages, werd ich wieder glücklich, weil 
Ich weiß 
Irgenwann wirds besser sein 
Eines Tages 
Wird mein Traum zur Wirklichkeit 
Und ich bin endlich mit mir selbst im Rein’ 
Eines Tages werd ich wieder glücklich, weil 
Ich weiß 
Irgendwann wirds besser sein 
Eines Tages, oh eines Tages

[Part 2] 
Und ja ich war schon hier 
Und war schon da, Mitte, 
Der Ort ist egal 
Ich komm’ auf mich selber nicht klar 
Ich wollte die Groupies 
Und immer mehr Fraun 
Dann hat’ ich so viele 
Ich konnt keiner mehr traun’ 
Ich war in Beziehung 
Hab gewünscht, dass ich frei bin 
Dann war ich wieder solo 
Fühlte mich so alleine 
Und hab gelernt 
Egal was ich hab, es ist nie das, was ich will 
Nie das, nie das….doch

[Hook] 
Eines Tages, werd ich wieder glücklich, weil 
Ich weiß 
Irgenwann wirds besser sein 
Eines Tages 
Wird mein Traum zur Wirklichkeit 
Und ich bin endlich mit mir selbst im Rein’ 
Eines Tages werd ich wieder glücklich, weil 
Ich weiß 
Irgendwann wirds besser sein 
Eines Tages, oh eines Tages

[Part 3] 
Und ich wollte immer so viele Optionen 
sprich Möglichkeiten 
Aber als sie dann da waren 
Fiels so schwer mich zu entscheiden 
Wieso denn nur dieses oder jenes? 
Ich wollt’ eigentlich n’ bisschen von beidem 
Doch scheinbar geht das nicht 
Und genau davon rede ich: 
Denn manchmal ist es schwer 
Und manchmal auch leicht 
Und manchmal musst du warten 
Manchmal krichst dus auch gleich 
Und manchmal bekommst dus 
Doch willst es nicht mehr 
Denn du jagst schon dem nächsten schönen Traum hinterher 
Und sogar wenn du all den Ruhm, Erfolg und das Geld kriegst 
Nützt dir das nix, solang’ du nicht im Rein’ mit dir selbst bist 
Dann wirst du sehn’ 
Egal was du hast, es ist nie das, was du willst 
Nie das, nie das….doch

[Hook] 
Eines Tages, werd ich wieder glücklich, weil 
Ich weiß 
Irgenwann wirds besser sein 
Eines Tages 
Wird mein Traum zur Wirklichkeit 
Und ich bin endlich mit mir selbst im Rein’ 
Eines Tages werd ich wieder glücklich, weil 
Ich weiß 
Irgendwann wirds besser sein 
Eines Tages, oh eines Tages

To Do List: Nothing. Done.

Patrik (aus Spongebob)

Nimm dir Zeit, und nicht das Leben.

Schild in einer Kneipe

Bevor man bei sich eine Depression oder geringes Selbstwertgefühl diagnostiziert, sollte man sicher gehen, dass man nicht nur von Arschlöchern umgeben ist.

-William Gibson

Bin ich jetzt halbleer oder halbvoll?

Schöne Scheiße.

Ich wurde gemobbt

als ich das Wort “mobbing” noch gar nicht kannte.

Ich hatte eine soziale Phobie,

als ich den Begriff “Sozialphobie” noch gar nicht kannte.

Ich hatte kein Internet.

Keinen Fernseher.

Keine Ahnung.

Keine Erfahrung.

Erst jetzt, nach 10 Jahren

weiß ich, dass alles was ich damals fühlte

sogar eine eigene Bezeichnung hatte.

Dass es also noch anderen Leuten so ging wie mir.

Aber jetzt ist es zu spät.

Viele schlechte Erinnerungen

zerfressen meine Träume.

Und weil alles nur meine Ansichten waren

die das schlechte in der Welt sahen

war ich selbst schuld

und kann nur mich selbst 

verantwortlich machen.

Schöne Scheiße.

Wenn ich ess dann esse ich

Ein Mann fährt zu einem Blitzbesuch zu seinem alten, weisen Vater in sein Heimatdorf. Der Vater füttert gerade Katzen. 

Der Mann sagt: “Tag, ich bleib nicht lang. Eigentlich habe ich gar keine Zeit. Ich weiß nicht mehr wo mir der Kopf steht. Ich hetze mich ab und schaffe überhaupt nichts. Ich bin nur noch ein Nervenbündel. Woher nimmst Du eigentlich Deine Ruhe?” 

Der Alte kratzt sich hinterm Ohr und sagt: “Mein lieber Sohn höre gut hin. Ich mach es ganz einfach so - und es geht spielend leicht: 

“Wenn ich schlafe, schlafe ich. Wenn ich aufstehe, stehe ich auf. Wenn ich gehe, gehe ich. Wenn ich esse, esse ich. Wenn ich schaffe, schaffe ich. Wenn ich plane, plane ich. Wenn ich spreche, spreche ich. Wenn ich höre, höre ich zu.” 

Der Sohn sagt darauf: “Was soll dieser Quatsch? Das alles mache ich doch auch und trotzdem finde ich keine Ruhe und Gelassenheit.” 

Der Alte sagt: “Mein lieber Sohn, höre gut hin. Wenn ich schlafe, schlafe ich. Wenn ich aufstehe, stehe ich auf. Wenn ich gehe, gehe ich. Wenn ich esse, esse ich. Wenn ich schaffe, schaffe ich. Wenn ich plane, plane ich. Wenn ich spreche, spreche ich. Wenn ich höre, höre ich zu. 
Aber Du machst das alles etwas anders. 
Wenn Du schläfst, stehst Du schon auf. Wenn Du aufstehst, gehst Du schon. Wenn Du gehst, dann isst Du schon. Wenn Du isst, dann schaffst Du. Wenn Du schaffst, dann planst Du schon. Wenn Du planst, dann sprichst Du schon. Wenn Du sprichst dann hörst Du schon. Wenn Du hörst, dann schläfst Du.” 

(Quelle: geistigenahrung.org)

Sag es

Sag es doch einfach.

Ich kann mich weder wehren,

noch etwas für dich ändern

und erst recht kann ich es nicht verstehen

wenn du es immer nur

andeutest.

Das verbitte ich mir bitte.

Liebe Christiane,

bitte kommunitziere klar mit mir. Ich will nichts durch die Blume hören und erst recht keine unklaren, indirekten und sarkastischen Bemerkungen gerade so laut zugeflüstert bekommen, dass ich sie gerade noch hören kann aber du sie dementieren kannst weil sie so unklar formuliert sind.

Das ist so unfreundlich!

Spiel des Lebens

Der Plan war simpel.

Simpel und strohdumm.

Warum er aufging?

Weil ihn alle kapiert haben.

Bombardier den Laden

und du erntest Ruhm.

Wenn nicht bringen wir dich um

und deine Onkel und Tanten.

Das hat jeder verstanden.

Wenige haben sich dagegen entschieden.

Schmerzen vermieden oder

sind ihrer Familie zuliebe brav geblieben.

Ein Feindbild wurde gemalt

ohne Farben. In Schwarzweißfernsehern

übertragen.

Kleinen Kindern wurden

neue Werte vermittelt.

Töten ist nicht schlimm,

wenn es der Feind ist.

Die Jugend wurde auf ihrer

Sinnsuche begleitet. 

Mit Gemeinschaftsgefühlen

die Herzen geweitet.

Sterben ist gut,

wenn es fürs Volk ist.

Ihre Begeisterung für Sport 

wurde umgewandelt

in 

stählerne Körper

die gut schießen können.

Derweil

am Horizont

schon Wege eingeleitet,

für alle die,

die anders sind.

Als das Volk,

das er sich plant.

Nicht Gott,

nein, irgendein Österreicher.

Klein, braune Haare,

fühlt sich als Deutscher.

Liebt blonde Frauen,

vielleicht auch Männer.

So genau kennt ihn keiner.

Durch sein Charisma.

Seinen stechenden Blick,

der das Volk trifft.

Zum Führer geworden.

Viele würden für ihn morden.

Weil er ihnen einen Sinn zuteilt

den sie dankbar annehmen.

Waren sie vorher unzufrieden 

mit ihrem alten Leben.

Wie im Spiel des Lebens

stellt er Spielregeln auf.

Da die Minderheit

die schlechteren Karten zieht

fällt der Mehrheit nichts auf.

Das Kind in einem Mann, das nicht verlieren kann 

nutzt ein ganzes Land als sein Spielfeld.

Ist immer unzufrieden

verlangt Erweiterungspacks und 

nie lehnen Leute seine Wünsche ab,

Lassen sich von ihm als Spielfiguren 

übers Feld ziehn.

Lassen sich wenn sie grün sind

durch rote Männchen ersetzen.

Lassen mit sich spielen 

aus Angst zu verlieren

obwohl sie ohne etwas zu riskieren

schon längst verloren haben.

Und dem Kind in dem Mann 

geht es auch nicht gut.

Voll von Hass und Wut.

Das war sicher eine scheiß Zeit damals.

Burka

In Burka,

der verschleierten Stadt 

In der alles was weiblich ist 

einen Schleier umhat

auch die Sonne und die Biene

und die Tasse und die Liebe

und die Stadt an sich,

da wohnt er.

Und er freut sich nicht.

Denn auch wenn er selbst 

zu den Männern gehört,

Die aufgetragen haben,

dass Schlechtwetterfronten

Frauennamen haben

nimmt er selber Schaden

an der unterdrückten Stimmung.

Und er denkt drüber nach.

Und er kommt zur Besinnung.

“Weil ich meine Frau liebe 

und sie nicht teilen will

habe ich sie versteckt.

Hab nur an mich gedacht.

Dass sie schlecht atmen kann

und immer schwitzen muss

das war mir nicht bewusst.

Habs ja nie selbst erfahrn.

Bin nicht so einfühlsam.

Doch jetzt empfinde ich Reue.”

Und er hilft allen weiblichen Endungen 

aus ihren Schleiern.

Erlaubt es auf Wendungen zuzusteuern.

Mit seiner ganzen Kraft

unterstützt er das,

wogegen er sich früher 

mit viel Anstrengung

aufgelehnt hat.

Und er blickt nicht auf 

während er das tut.

Und er spürt ohne es verlangt zu haben

eine große Liebe 

durch offene Haare wehen.

Eine große Schönheit

vor sich aufgehn.

Und er empfindet große Demut.

Dem gegenüber

der diese Schönheit gemacht hat.

Und Dankbarkeit,

dass er es geschafft hat

sich zu überwinden,

sein Glück zu teilen

und darin sein Glück 

zu finden.